Fragen und Antworten

Ist EMS sicher?
Ja. Eine inzwischen wirklich beeindruckende Anzahl an Studien haben die Wirksamkeit und die absolute Unbedenklichkeit des EMS-Trainings eindeutig bestätigt. Elektrostimulation stammt aus der Rehabilitation und hat eine jahrzehntelange Tradition.
Seit Mitte des letzten Jahrhunderts wird es nicht nur von Ärzten und Physiotherapeuten sondern auch im Leistungssport eingesetzt. Im medizinischen Bereich hilft die elektronische Muskelstimulation bei Rückenbeschwerden und muskulären Dysbalancen. Im Leistungssport steigern Athleten mit EMS ihre Muskelkraft.

Auf was muss ich vor und nach dem Training achten?

Generell ist es wichtig, dass Sie sich „sportgesund“ fühlen, um ein EMS-Fitnesstraining zu machen. Bei Infekten, Erkältungen, starker Übermüdung oder sonstigen körperlichen Einschränkungen raten wir Ihnen vom Training ab, weil es sonst zu einer Überbelastung kommen kann.
Achten Sie darauf, dass Sie vorher ausreichend getrunken haben und dem Körper ausreichend Energie für die intensive Trainingseinheit zur Verfügung steht. Also bitte nicht mit leerem Magen trainieren. Kurz nach dem Training empfehle ich, eine schnell verfügbare Eiweißquelle (etwa einen Protein-Shake oder Protein-Riegel) – eventuell auch in Verbindung mit Kohlenhydraten – zu Sich zu nehmen. So können eine optimale Regeneration und ein schnelleres Muskelwachstum stattfinden.

Wie fühlt sich EMS-Training an?

Abgesehen davon, dass es sehr anstrengend und schweißtreibend sein kann, spürt man ein Kribbeln, das einige unserer Kunden mit einem intensiven und angenehm warmen Unterwassermassagestrahl im Schwimmbad vergleichen, den Sie aus geringer Entfernung direkt auf Ihren Muskel richten.

Für welche Sportarten ist EMS-Training als Zusatztraining geeignet?
EMS-Training kann für alle Sportarten als Zusatztraining genutzt werden. Viele Profisportler aus verschiedenen Bereichen (z. B. Fußball, Golf, Wintersport, Triathlon) nutzen dieses Training und bestätigen den Erfolg. Beim EMS-Training steigern Sie die Schnellkraft und die Kraft-Ausdauerleistung.
Für Ihre Sportart kann ich die Übungen und Ihren Trainingsplan sportartspezifisch für Sie abstimmen.

Warum macht die Kombination EMS-Stoffwechsel (Cardio) und EMS-Krafttraining Sinn?

Für eine effektive und langfristige körperliche Fitness müssen Sie immer Stoffwechsel (Cardio) und Muskelaufbau Training kombinieren. EMS-Krafttraining sorgt für Ihren Muskelaufbau und EMS-Stoffwechsel (Cardio) stärkt das Herz-Kreislauf-System und optimiert die Fettverbrennung.

Brauche ich Trainingserfahrung?
Nein. Egal auf welchem Fitness Level Sie sich befinden.
Ich stelle Ihnen je nach Erfahrung und Zielsetzung immer Ihren ganz persönlichen Trainingsplan zusammen. Außerdem helfe ich Ihnen, bei jedem Termin die richtige Trainingsintensität zu wählen, denn jeder hat mal einen stärkeren und einen schwächeren Tag.

Erste Ergebnisse?
Die meisten fühlen einen Unterschied schon nach dem ersten Training. Sichtbar werden Veränderungen nach wenigen Trainingswochen – das hängt ganz vom Trainierenden ab. Wichtig ist nur, dass Sie regelmäßig trainieren und beim Trainingsziel "Abnehmen" auch parallel Ihre Ernährung umstellen. Dann gilt folgende Reihenfolge: zuerst spüren Sie die Ergebnisse. Daraufhin werden Sie sie sehen. Und schließlich werden auch andere Ihre Körperveränderung bemerken.

Kann ich mit EMS abnehmen?
Ja. Allerdings sollten Sie wissen, dass Sie mindestens 4-6 Trainingswochen Geduld haben müssen, weil jeder Körper durch EMS erst einmal Muskelmasse aufbaut und Muskelgewebe ist schwerer als Fettgewebe. Später erhöht sich durch den gestiegenen Muskelgewebeanteil jedoch auch Ihre Fettverbrennung, weil viel Muskeln viel Energie benötigen. Und das sogar in Ruhezeiten. Damit kommen Sie dem „Abnehmen im Schlaf“ tatsächlich ein Stückchen näher. Wenn Sie nun noch etwas Ihre Ernährung optimieren, werden Sie mit EMS-Training auf jeden Fall massiv Gewicht abnehmen.

Wann darf ich EMS nicht machen?
Jeder gesunde Mensch der auch Sport treiben kann, kann EMS-Training nutzen. Folgende Ausnahmen gibt es:
Wenn Sie schwanger sind, warten Sie bitte mit dem EMS-Training bis einige Wochen nach der Geburt.
Haben Sie Beschwerden bei körperlicher Belastung, sollten Sie erst nach Rücksprache mit Ihrem Hausarzt trainieren.
Das Gleiche gilt, wenn Sie einen Herzschrittmacher tragen, oder eine neurologische Erkrankung, fortgeschrittene Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankung, Krebserkrankung, Tumorerkrankung oder Tuberkulose haben.
Wenn Sie erkältet sind oder eine bakterielle Infektion haben, sollten Sie zumindest pausieren, was ebenfalls für jede andere Sportart gilt.

Kann EMS-Training mein Herz schädigen?
Nein.EMS-Training ist nichts anderes als ein von außen wirkender Verstärker des körpereigenen Prinzips, die Muskeln über bioelektrische Impulse anzusprechen. Beim Training arbeiten wir mit sogenannten Niederfrequenzen, die für das Herz und die Organe ungefährlich sind. Deshalb: Wenn Sie gesund sind, keine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben und keinen Herzschrittmacher tragen, ist EMS-Training nicht gefährlich für Ihr Herz. Der EMS-Impuls erreicht weder das Herz noch die Organe.

Hilft EMS bei Rückenschmerzen?
Ja! Kräftige Muskeln sind das A und O für einen gesunden Rücken. Oft entstehen Rückenbeschwerden durch eine zu schwache Muskulatur oder muskuläre Dysbalancen. Ihre Wirbelsäule sackt ohne stützende Muskulatur wie eine Ziehharmonika in sich zusammen. Damit drücken Ihre einzelnen Rückenwirbel auf Ihre Bandscheiben, die „vorfallen“ und folglich auf Ihr Nervengewebe drücken. So entsteht in den meisten Fällen der Rückenschmerz. Zusammen bauen wir Ihre Rückenmuskulatur in Höchstgeschwindigkeit wieder auf. Dafür werde ich mit Ihnen Rückenstärkungsübungen trainieren. Ihre Wirbelsäule entfaltet sich wieder und entlastet damit die Bandscheiben zwischen den Wirbeln. Diese können nun nicht mehr auf Ihre Nerven drücken. Im Ergebnis reduziert das EMS-Training Ihre Rückenschmerzen, oder sie verschwinden sogar völlig. Und ganz nebenbei verbessert sich Ihre Haltung und Sie laufen wieder aufrecht durchs Leben.

Ich bin stark übergewichtig. Kommt der EMS Impuls überhaupt bei meinen Muskeln an?
Ja. In einigen älteren Fachpublikationen wird immer noch darauf hingewiesen, das EMS gerade bei Adipositas (extrem hohes Übergewicht bzw. Fettleibigkeit) nicht effektiv sei, da der EMS Impuls nicht durch das subkutane (unter der Haut liegende) Fettgewebe zum Muskel durchdringen könne. In neueren Untersuchungen, besonders in Studien zum Ganzkörper EMS-Training konnte dies jedoch eindrucksvoll widerlegt werden. Gerade bei hohem Übergewicht scheint die EMS-Methode besonders erfolgreich. So konnten Übergewichtige signifikant stärker von EMS-Trainings profitieren, als die Normalgewichtigen in der Vergleichsgruppe, bezogen auf die prozentuale Gewichts- und Figurveränderung. Auch der Körperfettanteil konnte deutlich stärker nach unten korrigiert werden als bei Normalgewichtigen. 
In uns bekannten Pilotstudien speziell mit der gefährlichen abdominalen Adipositas konnten hervorragende Ergebnisse mit EMS erzielt werden. Neben dem Abnehmen konnten auch positive Veränderungen der Blutfettwerte, allen voran der Entzündungswerte, festgestellt werden, die gerade bei Adipositas oft gefährliche Indikatoren für Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum metabolischen Syndrom, Infarkt und Schlaganfall darstellen.
Zwar kommt der Impuls beim EMS-Training durch den höheren Unterhautfettnanteil (das Fett wirkt dabei quasi wie ein Puffer) etwas weniger intensiv am Muskel an, so dass an manchen Körperpartien auch deutlich höhere EMS-Intensitäten möglich sind. Allerdings ist die darunter liegende Muskulatur oft so deutlich geschwächt, dass meist schon eine niedrige EMS-Impulsintensität ausreicht, um den Muskel maximal zu stimulieren. Die niedrigere Reizschwelle der Muskulatur gleicht also den höheren Puffereffekt des Unterhautfettgewebes weitgehend aus. Die Einstellungen und Intensitäten unterscheiden sich oft nur geringfügig von denen anderer Trainierender. 

Ich trage einen Herzschrittmacher. Darf ich damit trainieren?
Nein. Grundsätzlich sind elektronische Herzschrittmacher sowie generell alle elektronischen Implantate als absolute Kontraindikation einzustufen. Das heißt, dass ich ein EMS-Training grundsätzlich nicht zulasse.

Darf ich während einer festgestellten bzw. vermuteten Schwangerschaft trainieren?
Nein. Schwangerschaft gilt streng genommen als sogenannte "relative" Kontraindikation. "Relativ" bedeutet in diesem Zusammenhang, dass für das Training besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten und dass es nicht in allen Regionen ohne weiteres angewendet werden darf. Es finden sich bisher zwar keinerlei Hinweise darauf, dass ein EMS-Training in den ersten Wochen, wenn Ihnen die Schwangerschaft unter Umständen noch gar nicht bekannt ist, einen negativen Einfluss auf den Schwangerschaftsverlauf haben könnte. Es ist nach ersten Erfahrungen sogar durchaus möglich, dass durch die Kräftigung der Beckenboden- und Tiefenmuskulatur die Schwangerschaft durchaus angenehmer verlaufen könnte. Im Zweifel kann das nur der behandelnde Arzt unter Berücksichtigung aller Umstände entscheiden.
Aus Sicherheitsgründen rate ich nach Feststellung der Schwangerschaft, oder auch bei Vermutung einer Schwangerschaft grundsätzlich vom EMS-Training ab.

Eignet sich EMS-Training für Schwangerschaftsrückbildung?
Ja. Durch Schwangerschaft und Geburt ist der Beckenboden stark belastet. Durch EMS lässt sich ein effektives Training der Beckenboden- und der geschwächten Bauchmuskulatur erreichen. Außerdem wirkt sich das Training positiv auf das Bindegewebe, den Fett- und Muskelanteil im Körper und das allgemeine Wohlbefinden aus. Bitte beachten Sie, dass Sie erst 6-8 Wochen nach Ihrer natürlichen Geburt mit dem EMS-Training beginnen. Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie sich 3-6 Monate gedulden. Fragen Sie auf jeden Fall mal Ihren Arzt/Ärztin oder Hebamme.

Was ist bei der Verwendung von Verhütungsmitteln wie Spirale oder Verhütungsstäbchen zu beachten?
Die Verhütungsspirale ist eine Art Fremdkörper, der in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es gibt unterschiedliche Methoden und Materialien, bspw. Kupfer- oder Hormonspiralen. Grundsätzlich spricht bei einer Spirale nichts gegen das Training mit EMS. Das Implantat wird nicht von den elektrischen Impulsen beeinflusst. In einigen Fällen kann die Intensität gerade an Po- und Bauchelektroden deutlich geringer ausfallen, da die Schmerzsensibilität im Bereich der Spirale erhöht sein kann. Dies sollte aber bei guter Verträglichkeit der Spirale und gutem Sitz eher nicht der Fall sein. Bauchkrämpfe oder Schmerzen beim Training können ein Hinweis auf einen schlechten Sitz der Spirale oder ein Verrutschen sein; bitte melden Sie dies Ihrem Arzt.
Weiter sollte beachtet werden, dass eine Spirale Nebenwirkungen hervorrufen kann, die gegen die Anwendung von Ganzkörper-EMS-Training sprechen. Gerade in den ersten 6 Monaten wird häufiger von Blutungsstörungen berichtet, wobei diese meist auf einen falschen Sitz der Spirale zurückgeführt werden. Auch könnten Entzündungen im Beckenraum, Brustspannungsschmerzen oder Übelkeit auftreten. Bei Auftreten von Nebenwirkungen, Schmerzen im Bauch- oder Beckenraum und allgemeinem Unwohlsein sollte ein Training mit EMS nicht durchgeführt und ein Arzt aufgesucht werden. 
Eine andere Verhütungsform sind Verhütungsstäbchen, eine Art Hormonimplantat in Form weniger Millimeter großer Stäbchen, die z.B. an der Innenseite des Oberarms angebracht werden. Die Stäbchen bestehen in der Regel aus weichem Kunststoff und geben eine bestimmte tägliche Menge eines Gestagens in den Körper ab. Da es sich beim Einsetzen der Stäbchen um einen Eingriff handelt, kann die Stelle, an der das Stäbchen implantiert wurde, unter Umständen empfindlich auf den EMS-Impuls reagieren. Daher ist diese Stelle beim Training idealerweise auszusparen, indem die Armelektrode entsprechend versetzt angebracht wird. Eine häufige Nebenwirkung von Verhütungsstäbchen ist eine Beeinflussung des Blutungsmusters, die im Einzelfall völlig unterschiedlich ausfallen kann. Daher sollten Sie beim Einsatz von Verhütungsstäbchen oder generell bei der Verwendung von Hormonpräparaten unbedingt vor Aufnahme des Trainings Ihren Arzt konsultieren.

Hilft EMS bei Cellulite?

Ja. Das wird mir immer wieder bestätigt. Durch EMS werden fast alle Muskeln in Ihrem Körper gleichzeitig und viel intensiver als normal trainiert. Das Resultat: Körperfett wird reduziert, Muskulatur aufgebaut, Bindegewebe gestrafft, der Stoffwechsel aktiviert und die generelle Leistungsfähigkeit gesteigert. All das führt zu einem verbesserten Hautbild und der Reduktion von Cellulite.

Kann ich mit EMS-Training meinen Beckenboden trainieren?
Ja - und wie! EMS-Training gilt als eine der effektivsten Trainingsmethoden bei Beckenbodenbeschwerden, weil durch ein gezieltes Beckenbodentraining alle am Beckenboden beteiligten Muskeln aufgebaut werden können. Viele Menschen, hauptsächlich Frauen ab Mitte 40, insbesondere aber auch nach Schwangerschaften, kämpfen mit einer schwachen Beckenbodenmuskulatur und dadurch nicht selten auch mit Harninkontinenz. Nach der Geburt sind Bauchdecke und Beckenboden ausgeweitet und an Bauch und Hüften haben sich häufig überschüssige Fettdepots angesammelt. Oftmals sind auch die Haltemuskulatur, wie z.B. die tiefliegende Rücken- und Bauchmuskulatur betroffen. Harninkontinenz ist ein weit verbreitetes Krankheitsbild in Deutschland. Viele Menschen, vor allem Frauen leiden an zeitweiliger oder dauerhafter Inkontinenz. Infolge Bindegewebsschwäche, extremer körperliche Belastungen und Übergewicht kann es zu Senkungserscheinungen der Organe im Becken kommen. Unter anderem können auch fortschreitendes Alter und Stress für Kontinenzschwäche verantwortlich sein. Neben einer Minderung der Lebensqualität können auch Depressionen, soziale Isolation oder ein eingeschränktes Sexualleben die Folge sein. 
Durch das EMS-Training können wir nahezu alle Muskelgruppen des Körpers, auch die sehr tief liegenden Muskeln, die zur Stabilisation notwendig sind, gleichzeitig trainieren. Die elektrischen Impulse verstärken die willkürliche Muskelkontraktionen. Dadurch wird die Muskulatur in kürzester Zeit intensiv trainiert, was zu schnellen und nachhaltigen Stärkungserfolgen führt. Wissenschaftliche Studien belegen, dass gerade die Beckenbodenmuskulatur durch EMS-Training deutlich gestärkt werden kann. Das effektive Ganzkörpertraining mit EMS lindert die Beschwerden der Betroffenen und gibt ein besseres Körpergefühl.